Ich habe ein Buch geschrieben. „Angstphase“ erscheint am 6. April im Piper Verlag. Wieso, weshalb, warum – das lest ihr hier.
Mein Buch „Angstphase“ ist ein sehr persönliches, sehr autobiographisches Buch, in das ich literarisch verpackt meine Erfahrungen, Erkenntnisse und Tipps  zu meiner Angststörung gepackt habe.

Die Idee für das Buch hatte ich schon Jahre lang. Mir war immer klar, dass ich irgendwann über das Thema Angst und Panik schreiben will. Lange Zeit habe ich mich ehrlicherweise gescheut, darüber zu schreiben – oder gar zu reden – aus Angst berufliche Konsequenzen zu spüren. Was natürlich Quatsch ist, denn genau dagegen möchte ich ja ankämpfen. Irgendwann war ich mir sicher, ja, ich will darüber schreiben, meine Reichweite nutzen und anderen Betroffenen helfen oder Mut machen.

Doch einfach das Thema auf amazed anreißen? Ich hatte Angst, meine doch sehr persönliche Geschichte zu schnell ins Internet zu schießen, vielleicht zu wenig Zeit und Raum zu haben, um Dinge zu erklären. So sehr ich diese Plattform liebe, ich wollte einen Rahmen haben, in dem man sich nochmal einen Ticken mehr Zeit nimmt und vielleicht ein paar Stunden länger mit dem Thema beschäftigt ist. Ein Buch als Basis, amazed als Sprachrohr, so könnte man meine Idee beschreiben. 2018 – in einer Zeit der großen Panik und dem Gefühl, damit die Einzige auf der Welt zu sein – entschloss ich, endlich offen darüber zu reden und das Projekt Buch endlich anzugehen.

Zwei Jahre später erscheint nun mein Buch

Also schrieb ich ein Exposé, trat an den Verlag heran und unterschrieb im Sommer 2018 den Buchvertrag.
1,5 Jahre später gab ich das Manuskript zu „Angstphase“ ab.

Worum geht es? „Antonia Wille leidet seit ihrem elften Lebensjahr an einer Angststörung. Klassenfahrten, Partys, Urlaube und so manches Jobangebot musste sie ziehen lassen, weil die Panik ihr den Atem nahm, die Angst sie krank machte. Die meiste Zeit kämpfte sie gegen die Angst an, ging in die Konfrontation und wurde doch immer wieder zurückgeworfen. Warum es ihr heute besser geht, wie sie meistens problemlos ihren Alltag meistert und wieso sie manchmal lieber verzichtet als ihre Panik überwindet, erklärt sie in diesem Buch, das zugleich ihr Coming-out als Angsterkrankte ist. Offen, ehrlich und humorvoll teilt sie ihre Erfahrungen, gibt wertvolle Tipps und spendet entlastende Worte für andere Betroffene.“

Meine Motivation, dieses Buch zu schreiben, war vor allem eine: Offen mit der Angst umzugehen, zu zeigen, dass solche seelischen Erkrankungen auch „ganz normale“ Menschen treffen, dass es nicht das Ende bedeutet, sondern auch eine Chance ist, sich besser kennenzulernen. Und vor allem: Dass sich Stärke und Schwäche nicht ausschließen.

„Mit der Offenheit kommt die Freiheit“

Offen darüber zu sprechen, Stigmas zu beenden und die Akzeptanz von psychische Krankheiten zu fördern, ist mein Ziel. Denn jeder von uns kann in eine Krise schlittern, mit Panikattacken kämpfen oder durch ein dunkles Tal wandern. Wichtig ist, dass wir den Mut haben, offen darüber zu sprechen, uns auch verletzlich und schwach zu zeigen, um am Ende stärker aus solchen Krisen hervorzugehen. Wer sich nicht verstellen muss, offen sprechen kann und in den Dialog tritt, ist frei.

„Angstphase“ soll genau das bewirken. Dass wir endlich ohne Vorurteile über das Thema Mental Health sprechen. Dass wir merken, dass es kein Weltuntergang ist, sondern einfach manchmal genauso nervig wie ein Schnupfen, seelische Leiden uns aber keineswegs weniger wertvoll machen.

Mein Buch „Angstphase“ erscheint am 6. April im Piper Verlag. Wer noch mehr zum Entstehungsprozess wissen will, kann auf amazed meine Reihe „How to write a book“ lesen.